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Pressemitteilung

FLUXX strebt für 2008 Rückkehr in die Gewinnzone an

FLUXX AG / Jahresergebnis

Veröffentlichung einer Corporate News, übermittelt durch die DGAP - ein
Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
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FLUXX strebt für 2008 Rückkehr in die Gewinnzone an

- Umsatz wächst in 2007 um 45 Prozent auf 73,9 Mio. Euro 
- EBITDA erreicht Rekordniveau von 6,5 Mio. Euro
- Investitionen ins Auslandsgeschäft belasten Konzernergebnis   

Altenholz, 27. März 2008 – Der Glücksspielspezialist FLUXX AG (ISIN
DE000A0JRU67) hat heute seinen Jahresabschluss 2007 vorgelegt. Demnach
konnte der Nettoumsatz des FLUXX-Konzerns gegenüber dem Vorjahreszeitraum
um 45 Prozent auf 73,9 Mio. Euro gesteigert werden. Größten Anteil an dem
anhaltend starken Wachstum hatte der Bereich Sportwetten. Das frühere
Kerngeschäftsfeld Onlinevermittlung von Lotterien hat durch die
regulatorische Verschärfung in Deutschland weiter an Gewicht verloren,
obwohl der Rekord-Lottojackpot im vierten Quartal 2007 und die spanische
Weihnachtslotterie zu überdurchschnittlich hohen Spieleinsätzen auf den von
FLUXX betriebenen Lotto-Angeboten geführt hat. Diese Phase hat FLUXX
allerdings auch zur verstärkten Werbung von Neukunden genutzt, so dass
gleichzeitig die Marketingkosten anstiegen.

Aufgrund der erheblich erschwerten Rahmenbedingungen auf dem deutschen
Markt hat FLUXX im Jahr 2007 verstärkt in die europaweite Expansion
investiert, was zu erhöhten Aufwendungen und Investitionen geführt hat.
Insbesondere die Aufwendungen für den Markteintritt der FLUXX-Tochter JAXX
in Großbritannien haben das vierte Quartal belastet und im Wesentlichen zu
dem erneuten, wenn auch geringeren Quartalsverlust beigetragen. Der
Konzernverlust für das Gesamtjahr 2007 fällt mit -5,7 Mio. Euro jedoch
deutlich niedriger aus als im Vorjahr (-8,7 Mio. Euro). Die ursprünglich
für das vierte Quartal geplanten Verkäufe von Aktiva, womit ein deutlich
besseres Ergebnis hätte erzielt werden können, wurden nicht vorgenommen.
Die Verhandlungen mit potenziellen Partnern werden in 2008 fortgeführt.

Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte
sich deutlich und lag im Geschäftsjahr 2007 bei 6,5 Mio. Euro. 2006 lag das
EBITDA bei 0,5 Mio. Euro. Die Abschreibungen erhöhten sich in Folge der
Aktivierung der Akquisitionskosten für Lottospielgemeinschaftsverträge und
der Installation von Lottoterminals deutlich von 6,4 Mio. Euro in 2006 auf
11,4 Mio. Euro in 2007. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) hat sich
von -5,9 Mio. Euro in 2006 auf -4,9 Mio. Euro in 2007 verbessert.

Ausblick

Das Geschäftsjahr 2008 wird geprägt sein von der Produkt- und
Marktdiversifizierung der FLUXX-Gruppe. Die Vermittlungstätigkeit für das
Deutsche Lotto – bisheriges Kerngeschäft der FLUXX-Gruppe – wird durch den
Glücksspielstaatsvertrag stark in den Hintergrund rücken. Das europaweite
Angebot von Sportwetten, Pferdewetten, Casino und Poker wird sowohl umsatz-
als auch ertragsseitig weiter an Bedeutung zunehmen. Bereits heute kann man
die FLUXX-Gruppe als unabhängig vom deutschen Markt bezeichnen. Diese
Position soll noch weiter ausgebaut werden.

Im Fokus stehen daher auf operativer Ebene der Aufbau des Geschäfts in UK
sowie der Ausbau und das Erreichen der Profitabilität auf dem spanischen
Markt im ersten Quartal 2008. Die Sportwetten-Tochter QED (myBet.com) hat
bereits in den ersten zwei Monaten des laufenden Geschäftsjahres die
Gewinnzone mit knapp einer halben Million Euro erreicht und soll nun mit
dem Rückenwind einer kontinuierlich steigenden Ertragskraft neue Märkte in
Süd- und Osteuropa bedienen.

Mit der inzwischen zu 60 Prozent erworbenen Beteiligung an der
SPORTWETTEN.DE AG werden in diesem Jahr erhebliche Synergien identifiziert
und gehoben. Der Vorstand rechnet damit, dass daraus bereits im ersten Jahr
ein zusätzlicher Ergebniseffekt in Höhe von knapp zwei Mio. Euro erzielt
werden kann.

Aus regulatorischer Sicht befindet sich der europäische Glücksspielmarkt
weiter im Umbruch. So lassen einzelne Mitgliedsstaaten, wie etwa
Frankreich, bereits Liberalisierungstendenzen erkennen, andere, wie
Spanien, gehen schon in die konkrete Phase der Konzessionierung. In
Deutschland zeichnet sich aktuell ein Bild ab, das dem aus der Zeit vor dem
Bundesverfassungsgerichtsurteil vom März 2006 ähnelt. Obwohl der
Glücksspielstaatsvertrag samt Ausführungsgesetzen in Kraft ist, zweifeln
offenbar einzelne Regierungspräsidien an dessen rechtlicher
Durchsetzbarkeit und setzen Verfügungen und Beschlüsse mit Verweis auf die
anders lautende europäische Rechtsprechung aus. Verwaltungsgerichte in Köln
(NRW), Gießen (Hessen), Stuttgart (Baden-Württemberg) und Schleswig
(Schleswig-Holstein) zweifeln ebenfalls an der Vereinbarkeit mit EU-Recht
und rufen den EuGH zur Klärung an.

Es ist daher damit zu rechnen, dass aufgrund der unverändert unklaren
Rechtslage und der verhaltenen Verfolgung seitens der Behörden zahlreiche
Dienstleistungen insbesondere im Sportwettmarkt weiterhin in Deutschland
angeboten werden.

Es ist durchaus die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass sich der EuGH noch im
laufenden Geschäftsjahr 2008 zum deutschen Glücksspielmarkt äußern wird. Ob
der gesamte Glücksspielstaatsvertrag noch in diesem Jahr zu Fall kommen
wird, bleibt indes fraglich.

Aus wirtschaftlicher Sicht rechnet der Vorstand der FLUXX AG für das
Geschäftsjahr 2008 mit einem weiterhin zweistelligen Wachstum sowie einem
deutlich positiven Ergebnis. Trotz etwaiger Unsicherheiten durch den
Glücksspielstaatsvertrag sollte im Jahr 2009 das Wachstum – wenn auch etwas
vermindert – anhalten und die Profitabilität spürbar verbessert werden
können.

Kennzahlen 2007


                    2007            2006        Veränderung
                   Tsd. Euro       Tsd. Euro      %
Bruttoumsatz       142.776         127.716      +11,8 %
Vermittelte         68.925          76.795      -10,3 %
Spieleinsätze
Nettoumsatz         73.851          50.921       +45 %
EBITDA               6.511             533    +1.122 %
EBIT                -4.876          -5.886       +17 %
Konzernergebnis     -5.699          -8.740       +35 %
Ergebnis je Aktie    -0,38           -0,57
(in Euro)
                    31.12.2007   31.12.2006
Netto Cash          11.133          15.118
Eigenkapital        36.093          39.035
Eigenkapitalquote   61,0 %          70,2 %


Der vollständige Jahresabschluss 2007 wird heute auf den Internetseiten www.deutsche-boerse.com und www.fluxx.com zum Download zur Verfügung gestellt. Kontakt: FLUXX AG Investor Relations & Corporate Communications Stefan Zenker Tel. +49 (40) 85 37 88 47 Fax +49 (431) 88 10 44 0 Mail stefan.zenker@fluxx.com 27.03.2008 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP --------------------------------------------------------------------------- Sprache: Deutsch Emittent: FLUXX AG Ostpreußenplatz 10 24161 Altenholz Deutschland Telefon: +49 (0)431 88 104-0 Fax: +49 (0)431 88 104-40 E-Mail: info@fluxx.com Internet: www.fluxx.com ISIN: DE000A0JRU67 WKN: A0JRU6 Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard); Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München, Stuttgart Ende der Mitteilung DGAP News-Service ---------------------------------------------------------------------------