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Lotteriegeschäft und juristische Verfahren belasten Quartalsergebnis der JAXX SE

JAXX SE  / Schlagwort(e): Quartalsergebnis

11.11.2010 08:40
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Lotteriegeschäft und juristische Verfahren belasten Quartalsergebnis der
JAXX SE

- 20,5 Prozent Umsatzplus in den ersten neun Monaten durch stabiles
Wachstum von myBet
- Neunmonats-EBIT bei -0,9 Mio. Euro (Vorjahr: -3,0 Mio. Euro) 
- Erfolgreicher Start ins vierte Quartal

Kiel, 11. November 2010 - Die Kieler Finanzholding JAXX SE (vormals JAXX
AG; Deutsche Börse Prime Standard ISIN DE000A0JRU67) veröffentlicht heute
ihren Bericht über die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2010. Demnach
stiegen die Umsätze aus fortgeführten Geschäftsbereichen im
Neunmonatsvergleich um 20,5 Prozent auf 93,1 (Vorjahr: 77,2) Mio. Euro. Das
EBIT verbesserte sich aufgrund des guten ersten Halbjahres 2010 um 69,7
Prozent auf -0,9 (-3,0) Mio. Euro.

Die ersten neun Monate waren von einem anhaltend starken Wachstum der
maltesischen Beteiligung QED Ventures Ltd. geprägt. QED betreibt unter der
Marke myBet zahlreiche Sportwettshops in Europa mit einer marktführenden
Stellung in Deutschland sowie das Internetangebot myBet.com. Demgegenüber
steht ein zunehmend defizitäres Lotteriegeschäft.

Das Vorsteuerergebnis (EBT) aus fortgeführten Geschäftsbereichen lag nach
neun Monaten bei -0,9 (-3,0) Mio. Euro. Der Ergebnisanteil aus nicht
fortgeführten Geschäftsbereichen, der die zum Verkauf stehende Beteiligung
an der pferdewetten.de AG umfasst, betrug -0,7 (-0,6) Mio. Euro. Das
Konzernergebnis lag in den ersten neun Monaten bei -2,2 (-3,9) Mio. Euro,
das Ergebnis je Aktie bei -0,13 (-0,22) Euro. Hiervon entfallen -0,04
(-0,04) Euro auf fortgeführte Geschäftsbereiche.

Rückläufiges Lotteriegeschäft belastet Quartalsergebnis

Im dritten Quartal stieg der Umsatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen
gegenüber dem Vorjahresquartal um 14,4 Prozent auf 29,4 (Vorjahr: 25,7)
Mio. Euro. Der Umsatz mit Wetten konnte dabei zwar erneut überproportional
um 22,9 Prozent erhöht werden, die Spielpause in den europäischen
Fußballligen führte jedoch zu einer saisontypischen Umsatzdelle in Höhe von
2,2 Mio. Euro gegenüber dem zweiten Quartal 2010, das zudem von der
Weltmeisterschaft in Südafrika geprägt war.

Neben dem saisonalen Effekt im Segment der Sportwette wurde das Ergebnis
des dritten Quartals zusätzlich beeinflusst von den Auswirkungen der
Wirtschaftskrise auf das Spanien-Geschäft sowie einem anhaltend
rückläufigen Lotteriegeschäft, das mit relativ hohen Fixkosten verbunden
ist. Die Erlöse aus Provisionen und Handlinggebühren, die im Wesentlichen
das Lotteriesegment widerspiegeln, fielen im dritten Quartal um rund 30
Prozent niedriger aus als im Vorjahr - bei einer nahezu unveränderten
Kostenbasis. In der Folge reduzierte sich das Ergebnis der fortgeführten
Geschäftsbereiche vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf -1,5 (-0,6) Mio. Euro.
Das Quartalsergebnis wurde zusätzlich durch juristische Verfahren belastet.

Zunahme der Ordnungsverfahren im Vorfeld des EuGH-Urteils

In den Wochen vor dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs, das Anfang
September den Glücksspielstaatsvertrag zu Fall gebracht hat, haben die
deutschen Behörden erhöhten Druck auf private Wettanbieter ausgeübt.
Beobachter gehen davon aus, dass die Behörden im Vorfeld des EuGH-Urteils
versucht haben sollen, die stark angezweifelte Durchsetzbarkeit des
Glücksspielstaatsvertrags unter Beweis zu stellen. Im Zuge dessen wurden
sowohl die JAXX SE selbst als auch ihre Beteiligungsunternehmen mit
Ordnungsverfahren und Zwangsgeldandrohungen schikaniert. Die Zunahme der
Ordnungsverfahren hatte einen deutlichen Anstieg der Rechtsberatungskosten
und weiterer Aufwendungen im dritten Quartal zur Folge.

Drastische Kosteneinsparungsmaßnahmen im Rahmen der Fokussierung auf
Sportwetten eingeleitet

Als Reaktion auf das positive Urteil des EuGH und das zunehmend defizitäre
Lotteriegeschäft  hat der Vorstand das Ende 2009 eingeleitete
Restrukturierungsprogramm weiter ausgedehnt. In Zukunft wird sich die
JAXX-Gruppe auf den wachstumsstarken Bereich der Sportwette fokussieren,
Investitionen in das deutsche Lotteriegeschäft sollen nicht mehr getätigt
werden. Im Zuge dessen wurden im Oktober zum Teil drastische
Kosteneinsparungsmaßnahmen, wie der Abbau von rund 30 Stellen im
JAXX-Konzern, eingeleitet. Der hieraus resultierende Ergebniseffekt beläuft
sich für das Jahr 2011 auf rund 3,0 Mio. Euro.

Guter Start ins Schlussquartal 2010

Das vierte Quartal hat in allen Segmenten sehr vielversprechend begonnen.
Ein anhaltend starkes Wachstum im Bereich der Sportwette bei bislang guten
Quoten, hohe Volumina auf den Casino- und Pokerangeboten sowie stark
anziehende Verkäufe von Losen der spanischen Weihnachtslotterie deuten auf
ein erfolgreiches Schlussquartal 2010 hin.

Vor diesem Hintergrund rechnet der Vorstand weiterhin damit, das
Geschäftsjahr 2010 trotz des Neunmonatsverlusts mit einem positiven EBIT
abschließen zu können.

Kennzahlen neun Monate / drittes Quartal (fortgeführte Geschäftsbereiche):


                          9M 2010   9M 2009   +/-    Q3      Q3      +/-
                                                     2010    2009
                          TEUR      TEUR      %      TEUR    TEUR    %
Umsatz                     93.085    77.233   +20,5  29.424  25.720  +14,4
     davon Wetteinsätze    72.974    55.953   +30,4  23.100  18.803  +22,9
          Gambling Fees    12.308    10.590   +16,2   4.234   3.942   +7,4
 Provisionen & Handling     7.013    10.091   -30,5   1.963   2.822  -30,4
EBITDA                      1.989     2.628            -532   1.549
EBIT                         -913    -3.005          -1.511    -635
Konzernergebnis            -2.202    -3.862          -1.529  -1.156
Ergebnis Discontinued        -728      -649            -229    -361
Operations
Ergebnis je Aktie (EUR)     -0,13     -0,22           -0,08   -0,05

                          30.09.10  31.12.09
Cash-Bestand                6.266     9.562
Eigenkapital               15.723    17.093
Eigenkapitalquote           42,3%     42,1%


Der Neunmonatsbericht wird heute im Laufe des Tages auf den Internetseiten www.deutsche-boerse.com und www.jaxx-se.com zum Download zur Verfügung gestellt. Über JAXX: Die im Prime Standard der Deutschen Börse notierte JAXX SE ist eine Finanzholding, die Beteiligungen an internationalen Unternehmen der Glücksspielbranche hält. Derzeit ist JAXX an Unternehmen in England, Spanien, Österreich und Malta beteiligt. Der Hauptsitz der JAXX SE befindet sich in Kiel. Die Beteiligungsunternehmen bilden das gesamte Spektrum der Games- und Gambling-Branche ab. Abhängig von der regulatorischen Länderstruktur vermitteln oder vermarkten sie Sport- und Pferdewetten, Lotterien oder Casino- und Pokerspiele. Insgesamt erwirtschaftete die JAXX Group im Jahr 2009 einen Umsatz in Höhe von 114,5 Mio. Euro. Die Aktien der JAXX SE werden seit 1999 an der Deutschen Börse unter der ISIN DE000A0JRU67 gehandelt. Kontakt: JAXX SE Investor Relations & Corporate Communications Stefan Zenker Tel. +49 (40) 85 37 88 47 Fax +49 (40) 85 37 88 30 Mail stefan.zenker@jaxx.com 11.11.2010 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. DGAP-Medienarchive unter www.dgap-medientreff.de und www.dgap.de --------------------------------------------------------------------------- Sprache: Deutsch Unternehmen: JAXX SE Jägersberg 23 24103 Kiel Deutschland Telefon: +49 (0)431 88 104-0 Fax: +49 (0)431 88 104-40 E-Mail: ir@jaxx.com Internet: www.jaxx-se.com ISIN: DE000A0JRU67 WKN: A0JRU6 Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard); Freiverkehr in Hamburg, München, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart Ende der Mitteilung DGAP News-Service ---------------------------------------------------------------------------